Merz‘ Pazifik-PlanVerhandeln muss Brüssel
Aus der Rede folgt kein konkretes Handeln: Handelsabkommen verhandelt die EU, nicht Berlin.
Die Freihandelspläne, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag, 27. Oktober 2026, in Singapur vorgestellt hat, kann die Bundesregierung nicht selbst umsetzen. Darauf weist die tagesschau hin: Handelsabkommen verhandelt und schließt nicht Berlin, sondern die Europäische Union (EU), die dafür für alle Mitgliedstaaten federführend ist. Aus der Rede folgt deshalb zunächst kein konkretes Handeln.
Merz regte an, die Abkommen der EU mit einzelnen Ländern miteinander zu verknüpfen, damit sie effizienter werden. Als Beispiele nannte er Indonesien, die Philippinen, Indien, Australien und Malaysia und fügte hinzu: „Ich möchte nicht, dass wir hier stehen bleiben.“
Laut Übersicht der EU-Kommission gelten in der Region bereits mehrere Abkommen: mit Südkorea seit 2015, mit Japan und Singapur seit 2019, mit Vietnam seit 2020 und mit Neuseeland seit 2024. Mit Singapur gilt seit 2026 zusätzlich ein Abkommen über digitalen Handel. Abgeschlossen, aber noch nicht in Kraft sind die Verhandlungen mit Australien und Indien, beide 2026 beendet, sowie mit Indonesien, beendet 2025.
Als langfristiges Ziel nannte Merz ein Freihandelsabkommen der EU mit dem südostasiatischen Staatenblock ASEAN, der nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) elf Mitglieder mit zusammen fast 700 Millionen Einwohnern hat. Die Reise führt den Kanzler laut dpa noch nach Japan und Südkorea; ihr zentrales Ziel ist es, Deutschlands Partnerschaften in der Region zu verbreitern und die Abhängigkeit von China zu verringern.
Bilder im Video (Ausschnitte): Foto: Szilas / Wikimedia Commons / CC BY 4.0 · Archivbild 2024: Sitz der EU-Kommission in Brüssel · Symbolbild: Krzysztof Jaworski Fotografia Toruń / Pexels · Quelle · Symbolbild: Ivan Dražić / Pexels · Quelle · Foto: Kaap bij Sneeuw / Wikimedia Commons / Public domain · Archivbild · Videoclip: Pexels · Quelle
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