Audi-Chef dankt Trump auf der Bühne
Laut Audi: rund 4.500 Jobs, rund 4 Mrd. US-Dollar – der VW-Aufsichtsrat hat noch nicht entschieden
Der Autobauer Audi will erstmals ein eigenes Werk in den USA bauen und hat das Vorhaben auf einer Wahlkampfkundgebung von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Georgia öffentlich gemacht. Die Kundgebung fand nach Angaben der IG Metall in Perry statt. Laut einer Mitteilung von Audi sollen rund 4.500 Arbeitsplätze entstehen, die Investition liegt bei rund 4 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 3,6 Milliarden Euro, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.
In seiner Rede vor Anhängern sagte Trump, Audi werde im nächsten Monat mit dem Bau einer riesigen Fabrik beginnen, in der jährlich 200.000 Autos vom Band laufen sollen. Anschließend holte er Audi-Chef Gernot Döllner auf die Bühne, der sich bei Trump für dessen Unterstützung bedankte. Die Mitteilung des Unternehmens nennt einen anderen Zeitplan: Der Bau soll 2027 beginnen, die Produktion Anfang der 2030er Jahre anlaufen. Gefertigt werden sollen Premium-SUVs, die auf Kundinnen und Kunden in Nordamerika zugeschnitten sind.
Der Auftritt fiel in die Schlussphase des Wahlkampfs vor den Zwischenwahlen in den USA. Am 3. November werden die Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat neu vergeben. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 drängt Trump ausländische Unternehmen mit der Drohung hoher Zölle, ihre Produktion in die USA zu verlagern, und stellt Firmen, die das tun, einen Erlass der Einfuhrzölle in Aussicht.
Beschlossen ist das Werk nicht. Die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat der Volkswagen AG stellte klar, dass eine abschließende Entscheidung über den Fabrikneubau dem Aufsichtsrat obliege und noch nicht getroffen sei. IG-Metall-Chefin Christiane Benner, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, sagte: „Den US-Markt durch ein neues Werk besser zu erschließen, ist richtig und notwendig.“ Zugleich forderte sie verbindliche Perspektiven für die Beschäftigten an allen Standorten, gerade den deutschen, und sah dabei den Vorstand in einer Bringschuld.
Bilder im Video (Ausschnitte): Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0 · Archivbild: Audi-Chef Gernot Döllner (IAA 2025) · Foto: The White House / Wikimedia Commons / Public domain · Archivbild: US-Präsident Donald Trump · Symbolbild: Tom Fisk / Pexels · Quelle · Foto: Photographs by Radosław Drożdżewski (User:Zwiadowca21) / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0 · Archivbild · Videoclip: Pexels · Quelle
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