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Wirtschaft Von der Bescheid-Redaktion aus der Morgenausgabe vom

Rohöl-Importe 21,7 % teurer als im Vorjahr

Die Importmenge sank sogar um 0,6 % – und die Erzeugerpreise stiegen so stark wie seit März 2023 nicht.

Symbolbild zu „Rohöl-Importe 21,7 % teurer als im Vorjahr“
Ausschnitt · Symbolbild: Oleksiy / Pexels · Quelle

Deutschland hat von Januar bis August 2026 Rohöl im Wert von 30,0 Milliarden Euro importiert, 21,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Menge sank dagegen um 0,6 Prozent auf 49,1 Millionen Tonnen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag, 20. Oktober, mit. Im Vorjahr waren es 49,4 Millionen Tonnen für 24,6 Milliarden Euro. Grund für den Anstieg seien die Preissteigerungen bei Rohöl im Zuge der Konflikte im Nahen Osten.

Im Februar kostete eine importierte Tonne Rohöl im Schnitt 460 Euro. Im März, dem Monat nach dem Beginn des Iran-Kriegs, stieg der Wert auf 616 Euro, im April nach der Schließung der Straße von Hormus auf 757 Euro. Der bisherige Höchststand des Jahres lag im Mai bei 768 Euro und damit unter dem Allzeithoch vom Juni 2022 mit 798 Euro. Im August betrug der Durchschnittswert 607 Euro, über die ersten acht Monate 610 Euro.

Wichtigstes Lieferland waren laut Destatis die Vereinigten Staaten mit 10,8 Millionen Tonnen, gefolgt von Norwegen mit 8,0 und Kasachstan mit 6,8 Millionen Tonnen. Zusammen lieferten sie 52,2 Prozent der Menge. Aus Russland, 2022 noch mit 22,8 Millionen Tonnen größter Lieferant, wurden seit 2025 keine Rohölimporte mehr nachgewiesen.

Ebenfalls am 20. Oktober meldete Destatis, dass die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im September 2026 um 6,7 Prozent über dem Vorjahresmonat lagen, der stärkste Anstieg seit März 2023 mit damals 7,5 Prozent. Gegenüber August stiegen sie um 1,9 Prozent. Treiber war Energie mit einem Plus von 14,9 Prozent. Mineralölerzeugnisse kosteten bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten 51,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, leichtes Heizöl 91,8 Prozent und Kraftstoffe 48,6 Prozent. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise um 3,2 Prozent.

Bilder im Video (Ausschnitte): Symbolbild: Oleksiy / Pexels · Quelle · Symbolbild: Павел Хлыстунов / Pexels · Quelle · Videoclip: Pexels · Quelle

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