Frankreich: halb so viele Festnahmen
Laut Innenministerium 1.314 Festnahmen und 53 verletzte Einsatzkräfte – am 17. Oktober waren es 2.628 und 1.144.
Auch die übrigen Zahlen des Ministeriums liegen weit unter denen der Vorwoche. 53 Einsatzkräfte wurden verletzt, eine Woche zuvor waren es 1.144. Wegen Bränden rückten Einsatzkräfte 75-mal aus, in der Vorwoche 2.025-mal. Innenminister Laurent Nuñez zufolge wurden 24 Geschäfte geplündert. Am 17. Oktober waren nach Angaben des Ministeriums 1.522 Geschäfte betroffen.
Nach den schweren Ausschreitungen vom 17. Oktober waren die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft. Über das Wochenende sollten 70.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz sein, Wasserwerfer und gepanzerte Fahrzeuge standen bereit. In Paris schützten Ladenbesitzer ihre Schaufenster mit Spanplatten, in mehreren Städten galten Versammlungsverbote für bestimmte Zonen und Ausgangssperren. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Versammlungsverbote. Begonnen hatten die Proteste mit jungen Leuten, die seit Wochen für besser ausgestattete Schulen demonstrieren. Ihnen schlossen sich weitere Gruppen an, etwa gegen zu hohe Lebenshaltungskosten.
Noch während des Protesttags kündigte die Gelbwesten-Bewegung auf ihrer Webseite einen „3. Akt“ für den 31. Oktober an. Sie ruft zu Kundgebungen und Sitzstreiks vor der Nationalversammlung und vor allen Rathäusern Frankreichs auf. Für den Freitag davor ist zudem eine sogenannte Casserolade geplant, ein Protest, bei dem mit Töpfen und Pfannen Lärm gemacht wird.
Bilder im Video (Ausschnitte): Foto: FreCha, CC BY-SA 4.0 · Paris, 24.10.2026: Polizeikette am Rand der Demonstration · Quelle · Foto: FreCha, CC BY-SA 4.0 · Paris, 24.10.2026: Demonstrationszug gegen hohe Lebenshaltungskosten · Quelle · Foto: Jules*, CC BY-SA 4.0 · Paris, 24.10.2026, am Abend: Demonstranten im Regen · Quelle · Videoclip: Pexels · Quelle
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